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LSVD Sachsen-Anhalt

Pressedienst des LSVD Sachsen-Anhalt - Magdeburg, den 29. Januar 2015

Landes-Aktionsprogramm für Akzeptanz und gegen Homo- und Transphobie nun zügig erarbeiten und umsetzen!

Der Landtag von Sachsen-Anhalt wird heute über einen Antrag der Fraktionen DIE LINKE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN abstimmen, der die Landesregierung auffordert, ein rahmengebendes Aktionsprogramm für Akzeptanz von Lesben und Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) und gegen Homo- und Transphobie zu erarbeiten und dabei den vom Lesben- und Schwulenpolitischen Runden Tisch Sachsen-Anhalt vorgelegten Entwurf eines Gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans zur Grundlage zu nehmen. Der Ausschuss für Recht, Verfassung und Gleichstellung hat dem Antrag bereits einstimmig zugestimmt. Alles deutet nun auch auf eine breite Zustimmung durch den Landtag hin.
Dazu erklärt Martin Pfarr, Landessprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Sachsen-Anhalt (LSVD): „Wir begrüßen den gemeinsamen Antrag der beiden Oppositionsfraktionen. Dass bereits der Rechtsausschuss einstimmig zugestimmt hat, ist ein gutes Zeichen, dem sich der Landtag nicht verschließen wird. Damit wird der Ball nun bei der Landesregierung liegen. Diese fordern wir auf, das Aktionsprogramm jetzt zügig zu erarbeiten und umzusetzen. Alle Ministerien wollten dies als eine Querschnittsaufgabe verstehen. Es müssen die gesetzlichen Grundlagen und die dafür erforderlichen personellen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, um in den Bereichen Bildung und Aufklärung die Akzeptanz für eine Gleichberechtigung unabhängig von der sexuellen Identität und geschlechtlichen Orientierung zu schaffen und um Diskriminierung, der immer noch alltäglichen Gewalt und vorurteilsmotivierten Kriminalität denen LSBTI ausgesetzt sind, wirkungsvoll zu bekämpfen. Mit der gesamten Gesellschaft, insbesondere aber mit Lehrern, Schülern und deren Eltern, der Presse und den Religionsgemeinschaften ist ein breiter öffentlicher Dialog zu führen, um Wissen zu vermitteln und um Vorbehalte und Ängste abzubauen.“
Mathias Fangohr, Landesprecher des LSVD und Mitorganisator des CSD Magdeburg ergänzt: „Wir sind jederzeit bereit, mit allen Interessierten ins Gespräch zu kommen, aber auch gegen Vorurteile und Benachteiligungen aufzutreten und dafür Verantwortliche zu benennen. Die Politik steht ab sofort dafür bei uns auf allen Ebenen im Wort.“

Martin Pfarr
Landessprecher des LSVD

Mathias Fangohr
Landessprecher des LSVD
Vorstandmitglied des CSD Magdeburg

Lesben und Schwulenverband (LSVD), Landesverband Sachsen-Anhalt und CSD Magdeburg e.V.
Schäfferstraße 16, 39112 Magdeburg
Tel. 0391/5432569, E-Mail: sachsen-anhalt@lsvd.de bzw. info@csdmagdeburg.de
[Beitrag geändert von Dirk am 15.04.2015, 17:02:08]
Veröffentlicht am: 29.01.2015