Zur Erinnerung an Homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus

Dort, wo Menschen wohnten oder wirkten, setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig seit Jahren in Deutschland den Opfern des Faschismus mit der Aktion „Stolpersteine“ ein Gedenken. Seit 1992 wurden über 8000 Erinnerungssteine in Deutschland in das Straßenpflaster verlegt, eine Messingplatte, auf der die Namen und Lebens-Daten zu lesen sind. Es wurden Millionen jüdischer Familien Opfer dieser Barbarei – aber auch andere Gruppen: über 400 Roma und Sinti in Magdeburg, Widerstandskämpfer/innen, Homosexuelle Männer und Frauen, Behinderte aus den Pfeifferschen Stiftungen, Zeugen Jehovas.

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Gegen das Vergessen

Rede zur Gedenkveranstaltung für ermordete Homosexuelle aus Magdeburg am 20. August 2009
von Martin Pfarr

Die ermordeten Homosexuellen haben keinen Grabstein. 63 Jahre nach der Befreiung wurde für sie ein nationaler Ort der Erinnerung der Öffentlichkeit übergeben: Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin.  16 Jahre hatte der LSVD dafür gekämpft.
Nun haben wir durch die in diesem Jahr mit finanzieller Unterstützung der Landeshauptstadt durchgeführten Forschungen erstmals auch die Möglichkeit, Namen von Magdeburgern zu kennen, die wegen des § 175 verurteilt und in den  KZ ermordet wurden.

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Wir erinnern an Paul Juhe

Paul Walther Karl Juhe, geboren am 15. November 1897 in Magdeburg, kaufmännischer Angestellter, wohnhaft in Magdeburg, Blauebeilstraße 10, mehrfach verhaftet, aus dem Zuchthaus Coswig in das Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht, tot am 11. Juni 1940.

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Wir erinnern an Paul Klotz

Paul Klotz, geboren am 21. November 1897 in Magdeburg, Schlosser, wohnhaft zuletzt in Magdeburg, Kleine Steinernetischstraße 22. Am 3. August 1944 zum Tode verurteilt, hingerichtet am 27. November 1944 im Zuchthaus Halle.

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Wir erinnern an Hsoum Ling-Li

Hsoum Ling-Li, geboren am 7. März 1904 in Kanton (China), Arbeiter, wohnhaft in Magdeburg, Prälatenstraße 16. Er wird im Juni 1940 verhaftet, Untersuchungsgefängnis Magdeburg, bis 1942 Zuchthaus Brandenburg, Juni 1942 KZ Sachsenhausen, Außenlager Klinkerwerk, dort ermordet am 17. Juli 1942.

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Wir erinnern an Benno Meyer

Benno Hans Paul Meyer, geboren am 2. Mai 1878 in Braunschweig, Architekt und Bauführer, wohnhaft in Magdeburg, Regierungsstraße 23. Im April 1937 Verhaftung, Haft in Magdeburg und St. Georgen-Bayreuth, 1940 KZ Sachsenhausen; 5. Juni 1941 „Kommando S“, wahrscheinlich ein Transport in die Euthanasieanstalt Sonnenstein bei Pirna; ermordet. Tod angeblich am 2. Juli 1941 durch Kreislaufversagen, angeblich im KZ Sachsenhausen, Urnenbeisetzung in Güterfelde im Mai 1942.

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Wir erinnern an Heinrich Georg Karl Heyer

Heinrich Georg Karl Heyer, geboren am 14. Februar 1914 in Wegeleben bei Halberstadt, Land- oder Fabrikarbeiter, wohnhaft in Magdeburg, Oranienstraße 3, nach mehrfachen Gefängnisaufenthalten KZ Buchenwald und KZ Mittelbau-Dora, tot am 9. April 1944 im KZ Bergen-Belsen.

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Wir erinnern an Kurt Willi Köpp

Kurt Willi Köpp, geboren am 12. Dezember 1915 in Magdeburg, Schneider, wohnhaft in Magdeburg, Gutenbergstraße 15, ermordet am 10. Juli 1942 im KZ Sachsenhausen.

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Wir erinnern an Fritz Arnold Kruse

Fritz Arnold Kruse, geboren am 8.Mai 1890 in Altona, Kaufmann, wohnhaft in Magdeburg, Hohepfortestr.34, verhaftet 1939 wegen § 175 StGB, Polizeigefängnis Magdeburg, 1. Juni 1940 KZ Sachsenhausen, tot am 9. Juni 1942.

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Wir erinnern an Hans August Knüppel

Hans August Knüppel,geboren am 7. Januar 1899 in Magdeburg-Sudenburg, Kaufmann und Eisenhändler, wohnhaft in Magdeburg, Hermann-Göringstraße 5 (heute Tucholskystraße 5), verhaftet 1935, Polizeigefängnis Magdeburg, entlassen 1936, verhaftet 1938, verurteilt wegen § 175 StGB zu vier Jahren Zuchthaus in Coswig, 19. Februar 1942 KZ Buchenwald, 13. März 1942 KZ Ravensbrück, 20. Juli 1942 KZ Dachau, tot am 17. November 1942 in Dachau.

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LSVD Sachsen-Anhalt

Unter dem Motto "Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt" wirbt der LSVD in der Öffentlichkeit für die Akzeptanz schwuler und lesbischer Lebensweisen. Viel ist erreicht, aber es bleibt noch viel zu tun. Wir machen mobil gegen Anfeindungen und Diskriminierung. Seien es nun homofeindliche Politiker oder religiöse Hassprediger: Wer gegen Lesben und Schwule hetzt, dem geben wir kräftig Kontra! Der LSVD versteht sich als Bürgerrechtsverband. Wir wollen erreichen, dass Schwule und Lesben ihre persönlichen Lebensentwürfe selbstbestimmt entwickeln können - frei von rechtlichen Benachteiligungen, frei von Anpassungsdruck an heterosexuelle Normen, frei von Anfeindungen und Diskriminierungen. Deshalb setzen wir uns für gesetzliche Gleichstellung auf allen Ebenen ein, ebenso für eine umfassende Antidiskriminierungsgesetzgebung. Wir wollen die lesbische und schwule Präsenz in Medien, Wissenschaft und Bildung stärken. Gruppen im LSVD: ------------------------- Jugendtreff ComeIN - Jeden Montag ab 17 Uhr - comein.lsvd.de | facebook.com/comein.magdeburg Beratung & Überfalltelefon: - Jeden Dienstag von 20 bis 22 Uhr - Tel.: 0391 / 5432569 - Überfalltel.: 0391 / 19228 offener Treff: - Jeden Mittwoch von 19 bis 22 Uhr Transmann Transfrau Magdeburg: - Jeden ersten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr - http://transmann-transfrau-magdeburg.simplesite.com/ LSBTI-Bibliothek: - Mo, 17:00 - 21:00 - Di, 20:00 - 22:00 - Mi, 19:00 - 22:00
LSVD Sachsen-Anhalt
LSVD Sachsen-Anhalt hat Jugendvideopreis Sachsen-Anhalts bevorstehende Veranstaltungen geteilt.22.November 2017 17:43
Falls ihr an diesem Sonntag noch nichts vor, dann haben wir was für euch! Im Schauspielhaus Magdeburg findet die Verleihung des Jugendvideopreis Sachsen-Anhalt statt. Der Kurzfilm „Geliebter Sam“ von unserem Jugendtreff COME IN, der in Zusammenarbeit mit Falk Steinborn von queerblick entstanden ist, wurde in der Kategorie „Die jungen Teams“ nominiert. Im Schauspielhaus habt ihr deshalb die Chance den kompletten Kurzfilm nochmals auf großer Leinwand anzuschauen.

/DKL
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LSVD Sachsen-Anhalt hat MDR SPUTNIKs Beitrag geteilt.21.November 2017 20:24
Bemerkenswert!
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MDR SPUTNIK
Anastasia arbeitet seit 23 Jahren bei der Bundeswehr – davon 20 Jahre als Mann. 🏳‍🌈 So lief ihr Coming Out: mdr.de/s/trans