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LSVD Sachsen-Anhalt

Pressemitteilungen

Pressedienst des LSVD Sachsen-Anhalt - Magdeburg, den 29. Januar 2014

Kundgebung von Lesben und Schwulen zu den Olympischen Winterspielen und Informationsabend zur Situation von Lesben und Schwulen in Russland

Magdeburg. Zu einer Kundgebung und Schweigeminute rufen Lesben und Schwule in Magdeburg anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotchi auf, um gegen die Menschenrechtsverletzungen an Lesben und Schwulen sowie transsexuellen Menschen in Russland demonstrieren. Die Schweigeminute findet am Freitag, dem 07. Februar 2014, um 17:14 Uhr auf dem Breiten Weg/Ecke Ernst-Reuter-Allee (vor dem McDonalds) statt. Bereits um 17 Uhr versammeln die Teilnehmer sich am gleichen Ort zu einer kurzen Kundgebung.
Am Montag, dem 10. Februar 2014, um 18 Uhr findet ein Informationsabend zur Situation von Lesben und Schwulen in Russland nach dem sogenannten Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ im Regenbogencafé des LSVD Sachsen-Anhalt, Schäfferstraße 16, 39112 Magdeburg statt. Zu Gast ist Wanja Kilber von der Gruppe „Quarteera“. Queer heißt auf Russisch „quarteera“. Quarteera ist eine Gruppe russischsprachiger Lesben und Schwuler in Deutschland.
Beide Veranstaltungen sind eine regionale Initiative der Kampagne Gay Folks Movement der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, der Menschenrechtsstiftung des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD). In der Pressemitteilung von Gay Folks Movement heißt es u.a.:
„Olympia – das bedeutet neben sportlichen Höchstleistungen auch das Eintreten gegen Diskriminierungen jeder Art, so wie es die olympische Charta in ihren Grundprinzipien festschreibt. Wenn wir auf das Gastgeberland 2014 blicken, dann müssen wir uns fragen, ob diese Prinzipien noch gelten.
Seit Jahren werden in Russland Menschenrechte zunehmend eingeschränkt und offen Hetze gegen Minderheiten betrieben – egal ob aus ethnischen, religiösen oder sexuellen Gründen. Das sogenannte Gesetz gegen »homosexuelle Propaganda«, das im Juni diesen Jahres von der russischen Staatsduma verabschiedet wurde, zeigt deutlich, wie LGBTI* per Gesetz diskriminiert werden. Die Folgen dieser Politik sind ein Klima der Angst und Gewalt. Ein freies Leben ohne Angst vor Verfolgung ist derzeit in Russland für Lesben, Schwule und Transgender nicht möglich.
Dagegen wollen wir kämpfen. Wir wollen ein klares Zeichen des Widerstandes gegen die Unterdrücker und ein Zeichen der internationalen Solidarität für unsere Freundinnen und Freunde in Russland setzen.
Unter dem Slogan »Fair and Equal. To everyone« laden wir Menschen und
Organisationen ein, sich zusammenzuschließen und zu handeln. Die Bewegung wird umso stärker, je mehr sich an ihr beteiligen. Schließt euch an! Lasst uns Sotchi nutzen, um Russland zu zeigen, dass eine andere, eine weltoffene Gesellschaft möglich ist! Die Zeit drängt. Wir müssen schnell handeln.
Gemeinsam.“
Mit der Kundgebung und Schweigeminute sowie mit dem Informationsabend zeigen wir uns solidarisch mit den russischen Menschenrechtsorganisationen und der Community vor Ort.

Martin Pfarr
Landessprecher des LSVD Sachsen-Anhalt
LSVD Sachsen-Anhalt, Schäfferstraße 16, 39112 Magdeburg
Tel.: 0391/543 25 69, E-Mail: sachsen-anhalt@lsvd.de

Kundgebung und Schweigeminute: Am Freitag, 07. Februar 2014 ab 17 Uhr Breiter Weg/Ernst-Reuter-Allee, 39104 Magdeburg.
Informationsabend „Am Rande von Sotchi. Die Situation von Lesben und Schwulen in Russland nach dem Gesetz gegen homosexuelle Propaganda“: Am Montag, dem 10. Februar 2014, um 18 Uhr im Regenbogencafé, Schäfferstraße 16, 39112 Magdeburg.

[Beitrag geändert von Dirk am 30.03.2014, 22:02:08]
Veröffentlicht am: 30.01.2014